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Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe
 

 

Die Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe
 
   

Einsatz
Kräfte aus dem Stadt- und Landkreis beim NATO-Gipfel
8.04.09 13:20
Alter: 1 Jahr/e


VON: WERNER RÜSSEL / ECKHARD HELMS


Kategorie: Einsatz Einsatz

Während seit Samstag, 28. März jeden Tag Rufbereitschaften für den NATO-Gipfel in Straßburg, Kehl und Baden-Baden eingerichtet waren, trafen sich Mitglieder aus den Führungsstäben der Berufsfeuerwehr und des Landkreises Karlsruhe am vergangenen Freitag um kurz nach 5 Uhr auf der Westwache der Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Von hieraus wurde der Einsatzleitwagen 2 der Berufsfeuerwehr Karlsruhe in den Bereitstellungsraum nach Gaggenau verlegt.



Der Meldekopf in Gaggenau wurde von Kräften aus dem Stadt- und Landkreis besetzt


Ein Blick in den ELW 2


Innenminister Heribert Rech und Landesbranddirektor Hermann Schröder besuchten die Einsatzkräfte

Mit den Stabsmitgliedern und Fernmeldern der Feuerwehr trafen sich auch die Besatzungen des Einsatzleitwagens des DRK Karlsruhe auf der Westwache. Im Konvoi wurde der Bereitstellungsraum angefahren. Nachdem sich die Fahrzeuge und die Mannschaft beim Meldekopf des THW angemeldet hatten, wurde zunächst das „5 Sterne-Quartier“ in der Traischbach-Sporthalle in Gaggenau bezogen, wo ein „Einzelzimmer“ mit rund 260 Feldbetten reserviert war.

Zurück am Bereitstellungsraum wurde die gesamte Technik des Einsatzleitwagens aufgebaut und in Stellung gebracht und der Einsatzleitwagen des DRK in die Kommunikationstechnik mit angebunden. Nachdem nochmals einige Testeinsätze mit der elektronischen Stabs-Software „Elstab“ durchgespielt wurden, wurden die Daten der sich im Einsatz befindlichen Rettungsmittel der Feuerwehr, des THW und der Hilfsorganisationen aktualisiert und die Software mit aktuellen Daten „scharf“ geschaltet.

Unter der Leitung von Christian Spielvogel, BF Karlsruhe, wurden regelmäßige Informationen zum Verlauf des Nato-Gipfels, Infos aus dem Stab im Regierungspräsidium, oder des Bereitstellungsraums ausgetauscht. Während der Bereitschaftszeit konnten sich die Einsatzkräfte im Bereitstellungsraum frei bewegen und die Kameraden der Feuerwehr Bretten, Philippsburg und Rheinstetten besuchen, die ebenfalls mit ihren angeforderten Einsatzmitteln dem Bereitstellungsraum Gaggenau zugeteilt waren. Zuhause, aber in Bereitschaft befanden sich die Feuerwehren von Ettlingen, Waldbronn und Pfinztal, die zusammen einen Löschzug für den Einsatz bei Bränden um Zusammenhang mit Demonstrationen bildeten.

Die gesamte Organisation des Bereitstellungsraums wurde vom THW durchgeführt, das es in professioneller Weise verstand die gesamte Logistik von der Übernachtung in den Hallen, über die Parksituation der Einsatzmittel bis hin zur Verpflegung der Mannschaften zu managen.

Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner und Bezirksbrandmeister Jürgen Link sowie Oberbürgermeister Christof Florus begrüßten am Freitagvormittag die eingeteilten Einsatzkräfte des Bereitstellungsraumes und bedankten sich für die Bereitschaft die Sicherheit des NATO-Gipfels zu gewährleisten. Link erläuterte in einem Vortrag die organisatorischen und planerischen Arbeiten im Vorfeld des Gipfels und wie sich die Bereitstellungsräume in Gaggenau und Rheinau gestalten.

Über den restlichen Tag konnte die Fernsehberichterstattung über den Gipfel selbst mittels einer großen Leinwand in einer Halle mit verfolgt werden. Weiter konnte man unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. Erste Hilfe-Kurse auf dem Gelände besuchen.       

Ebenfalls am Freitagmorgen fuhr der Einsatzleitwagen 1 aus Dettenheim mit seiner dreiköpfigen Besatzung in Richtung Baden-Baden an. Das Fahrzeug wurde in der Innenstadt von Baden-Baden eingesetzt, was zur Folge hatte, dass nach dem die Einsatzkräfte ihren Standort Theater erreicht hatten, keine Ausfahrt mehr möglich war bevor der rote Bereich am Samstag aufgelöst wurde. Mit dem Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Stuttgart, Thomas Thiele, wurde mit einem Löschgruppenfahrzeug der Abteilung Varnhalt der Feuerwehr Baden-Baden, dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Teleskopmast der Werkfeuerwehr Daimler aus Rastatt sowie drei Rettungswagen die provisorische Feuerwache im Sicherheitsbereich im Theater der Stadt Baden-Baden bezogen. Ministerpräsident Günter Öttinger machte bei den Einsatzkräften eine Stippvisite. Gegen Samstagmittag war der Einsatz für diese Kräfte erledigt.

Die Ablösemannschaft für die am Freitagmorgen in den Bereitstellungsraum Gaggenau eingerückten Kräfte traf sich am Samstagmorgen um 5.15 Uhr auf der West-Wache und fuhr dann mit Mannschaftstransportwagen nach Gaggenau. Nach der Übergabe wurde der Meldekopf angemeldet. Danach trafen sich alle Einsatzkräfte nochmal am Einsatzleitwagen zur Lageeinweisung. Nach dem Frühstück wurden alle Plätze besetzt, die Rechner hochgefahren und ein allgemeiner Funktionstest gemacht. Der weitere Tag verlief sehr harmonisch bei schönstem Wetter. Gegen besichtigten Innenminister Heribert Rech, Landesbranddirektor Hermann Schröder und Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner die Lokation. In lockeren Gesprächen erkundigten sie sich über das Wohlbefinden der Mannschaften.

Zwei kleinere Zwischenfälle ereigneten sich am Mittag, als eine ältere Frau auf einer Kreuzung von ihrem Rad stürzte, Mitglieder der Besatzung des Einsatzleitwagens kümmerten sich um die Frau, der zum Glück nicht passiert war. Gegen Abend kam es noch zu einem Unfall mit einem Motorradfahrer, der jedoch auch glimpflich ablief. Kurz nach 18 Uhr erreichte das Team ein Anruf, dass in Straßburg eine Fabrik brenne und der Präfekt von Straßburg um Amtshilfe beim Innenministerium gebeten habe. So wurde der Einsatzleitwagen innerhalb kürzester Zeit Abmarsch fertig gemacht. Es sollten noch drei Löschzüge so wie ein Behandlungsplatz für 50 Verletzte Richtung Straßburg in Marsch gesetzt werden. Da jedoch die Lage in Straßburg sich nicht weiter verschärfte, wurde der Einsatz gegen 21 Uhr gestoppt. Gegen 21.30 Uhr kam der Auftrag, den Bereitstellungsraum mit Ziel West-Wache Karlsruhe zu verlassen.

Die Zusammenarbeit zwischen Stabsmitgliedern und Fernmeldern der Feuerwehren in Landkreis und der Kräfte der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, die eine gemeinsame Einheit bildeten, gestaltete sich äußerst positiv. Diese Strategie, die es weiter zu pflegen gilt, war ein Erfolg für Kreisbrandmeister Thomas Hauck und dem Chef der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, Dr. Roland Goertz.


Links:

www.feuerwehr-karlsruhe.de

www.drk-karlsruhe.de







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